Was vorher passiert ist:

In meinem vierten Blog schrieb ich über meine plötzliche Anerkennung der Probleme, mit der Art wie ich (und die meisten der Welt mit mir) Lebensmittel verzehre: Milchprodukte, Fleisch und Fisch – Ich mag, ‘selbstverständlich‘, dass diese Produkte 1) gut und lecker schmecken, 2) jeden Tag des Jahres verfügbar, und 3) günstig sind!

Dass meine drei ‘Anforderungen‘ an Ernährung katastrophale Folgen für die Erde und die Tiere (Geflügel- und Tierhaltung) habe, habe Ich irgendwo gehört, aber ich habe nie bewusst darüber nachgedacht oder etwas unternommen.

Weil Kleinbauern nicht ‘billig/günstig‘ und ‘jeden Tag‘ erfüllen können, werden sie größtenteils durch Mega-Ställe ersetzt worden. Ein solcher Stall besteht aus genetisch identischen Tieren, wobei ein Vater nach Geschmack ausgewählt wurde. Alle Tausende von Tieren sind alle gleichermaßen ‘schmackhaft‘ und gleichzeitig anfällig für Krankheiten. Deshalb Antibiotika! Und viel, sehr viel!

Weil ich als Verbraucher im billigsten Supermarkt einkaufen möchte, werden die Anbieter unter Druck gesetzt, die Preise zu senken. Dadurch wird mehr Wert auf Quantität (schnelle und hohe Produktion) gelegt, was auf Kosten der Qualität geht. Ich kann mir vorstellen, dass eine erhöhte Produktion auch auf Kosten des Wohlergehens von Hühnern, Schweinen und Kühen geht. Dazu scheint die Produktion von Tierfutter so ineffizient zu sein, so viel Wasser zu verbrauchen, so viel Platz für Tierfutter wegzunehmen, so viel CO2 und Methan zu emittieren, dass ich mich schäme nicht früher hierüber nachgedacht zu haben.

Wie bereits im vorherigen Blog erwähnt, habe ich nach dem Dokumentarfilm „What the Health“ mehr über die positiven Auswirkungen der pflanzlichen Ernährung gelesen. Und über die (möglichen) negativen gesundheitlichen Auswirkungen der Tierischen Ernährung. Dass Kip Andersen gelegentlich übertreibt, nur wissenschaftlichen Ergebnisse nutzt, die in dem Raster passen, nehme ich vorlieb – er scheint der erste zu sein, der mir klar macht, dass es so nicht weitergehen kann, wie wir die Erde behandeln, die Tiere und unsere Gesundheit! Ich habe die Idee, dass viele Menschen hinter dem Konzept ‘weniger tierisch, mehr pflanzlich‘ stehen wollen. Allerdings handeln nur wenige Menschen darauf. Es wäre nicht leicht zu machen. Es bringt dich außerhalb des normal akzeptierten ‘Lifestyles‘. Und so gibt es wahrscheinlich mehr Gründe (oder Ausreden). Für mich war es der gesundheitliche Effekt, der mich dazu veranlasste, zu experimentieren, um mindestens zwei Wochen lang keine tierischen Produkte zu essen. Nur pflanzliche. Meine Verlobte, glücklicherweise, machte mit.

Das Experiment: keine tierischen Produkte zum Essen für 2 Wochen

Und so haben wir angefangen. Zuerst zum Supermarkt zum Einkaufen. Es war sofort ersichtlich, dass mehr als 95% der Lebensmittel tierischen Ursprungs sind oder tierische Inhaltsstoffe enthalten. Das Lesen aller Etiketten gab mir sofort eine Vorstellung davon, wie viel zu verarbeiteten Lebensmitteln hinzugefügt wird. Nicht immer gesund und nicht so einfach, völlig pflanzliche Produkte zu finden. Das hat uns jedoch nicht davon abgehalten. Wir lagerten folgenden Lebensmittel:

Als GRUNDLAGE:

Zum Frühstück:

Haferflocken, (gefrorene) Früchte, Chiasamen, Soja-/Mandel-joghurt und -Milch und Leinsamen öl.

Zum Mittagessen:

Vollkornbrot (Bäcker), Reiskuchen, pflanzliche Margarine, Erdnussbutter, dunkle Schokostreusel, Apfelsirup, Marmelade, Kichererbsen, Tahin, Zitrone (Hummus selber machen, lecker!), Avocados.

Zum Abendessen:

Kartoffeln, Süßkartoffeln, Vollkornnudeln, Vollkornreis, schwarze Bohnen, Kidneybohnen, Kapuziner, Kichererbsen und Linsen. Außerdem viele Gemüse, frisch und manchmal in Dosen (gewürfelte Tomaten, zum Beispiel), Zwiebeln, Knoblauch, Chili, Kokosmilch, Tomatenmark, Kräuter (Petersilie und Koriander zum Beispiel) und Olivenöl.

Für zwischendurch:

viel Obst, und ungesalzene Nüsse für die Diät Cola, das Bier, Wasser oder das Glas Wein; Chips haben wir auch eingekauft: sind zwar pflanzlich aber sehr salzig und fett und deshalb nicht so gesund (ja, man kann wirklich ein ungesundes veganes Leben führen, nur auf Cola und Pommes zum Beispiel!); dunkle Schokolade.

Danach zum Bio-Shop zu erfahren, was für Sojaprodukte und andere Fleisch-Ersatzprodukte bis zu einem gewissen ‘Biss‘ im Abendessen zu kriegen, verkauft werden, wie Soja-Burger, vegetarische Würstchen und so weiter. Es gab auch alle Arten von Gläsern mit Brotaufstrich zum Verkauf. Uns ist aufgefallen, dass man mit diesen verarbeiteten Produkten neben pflanzlichen Nährstoffen auch viele unerwünschte Zusatzstoffe (E-Nummern, aber auch Salz, Zucker etc.) erhalten könnte. Vielleicht noch immer besser als verarbeitete tierische Produkte.

In der Apotheke haben wir schließlich Vitamin B12-Pillen gekauft, wichtig für das Nervensystem und Blut. Ich hatte gehört und gelesen, dass dieses Vitamin von Bakterien hergestellt wird und immer noch in tierische Produkte vorhanden ist, sollte jedoch mit einer vollständigen pflanzlichen Ernährung als einziges Vitamin ergänzt werden.

Mit meinem wissenschaftlichen Hintergrund und meiner Erfahrung im Bereich der klinischen Forschung wusste ich, dass mein Experiment ziemlich falsch war, um es milde auszudrücken. N = 1 ist n = keine, zum Beispiel; will man etwas wissenschaftlich beweisen, dann muss man in großen Zahlen denken (n steht für Zahl). Man sollte nicht zu viele Variablen haben, weil es sonst unklar ist, welche für den möglichen Effekt verantwortlich ist. In meinem Experiment war n = 2, und gab es viele Variablen. So war ich nur ein paar Wochen auf meinem neuen Insulintherapie-Zeitplan (siehe Blog 3) und waren wir vor ein paar Monaten vom Inland (Österreich) an die Küste (Deutschland) umgezogen. Die möglichen Auswirkungen der neuen pflanzlichen Ernährung auf meinen Blutzucker oder meinen Blutdruck oder auf die Pollenallergie (Heuschnupfen) meiner Verlobte könnten durch die anderen Variablen erklärt werden. Jedenfalls war es zunächst ein persönliches Experiment und sollte vor allem mich überzeugen.

Ich erkannte, dass behauptet wurde, dass Entzündungen nicht mehr stimuliert werden – sie würden früher gehemmt werden, wenn man mit tierischer Ernährung aufhören würde. Viele Jahre Basketball, Tennis und andere Sportarten haben meine rechte Schulter chronisch entzündet. Es spielt sich auf, wenn ich im Fitnessstudio zu fanatisch war. Ich habe vor Jahren aufgehört Tennis und Basketball zu spielen. Auch im Fitnessstudio mache ich alles mit weniger Intensität, und ich beschränke Brust- und Schulterübungen auf ein Minimum. Das gab mir die Idee für ein mögliches Ergebnis des Experiments: „Wie fühlt sich meine Schulter an, wenn ich wieder Liegestütze mache?“

Ergebnis:

Um direkt mit der Tür ins Haus zu fallen: nach dem 2 Wochen-Experiment essen wir 4 Monate später immer noch pflanzlich. Während ich Angst hatte, bestimmte Produkte zu verpassen, war das nicht so schlimm. Stattdessen habe ich viele neue Zutaten kennengelernt. Wenn ich Freunde oder Familie besuche, esse ich was auf den Tisch kommt, das heißt dass ich ab und zu noch tierische Produkte esse. Ich hätte nie im Leben gedacht, dass ich das schreiben würde: ich vermisse das Steak, das gegrillte Hühnchen, die Frikadelle oder das Ei nicht – und ich fand das Alles echt seeeeehr nett und lecker. Es scheint, dass (zwei Wochen sind eigentlich zu kurz) mein Körper de-programmiert ist, dass alle meine Körperzellen gute Fettsäuren, Proteine ​​und allen Bausteinen pflanzlichen Ursprungs eingebaut haben, dass meine Darmflora sich neu erfunden hat pflanzlichen Produkte zu verarbeiten ….

Mein HbA1c war zuletzt bei 5,7% und mein Blutdruck war noch nie so niedrig, vielleicht sollte ich meine Candesartan-Dosis (blutdrucksenkendes Medikament) senken (siehe Blogs 2 und 3). Der LDL-Gehalt (‘schlechtes Cholesterin‘) war lächerlich niedrig: 2,19 mmol/l (Normalwert 2,60-3,40) mit einem Wert des kombinierten Cholesterins von 4,11 (Normalwert <5,2). Die Pollenallergie-Attacken (Heuschnupfen) meiner Verlobte waren lange Zeit weg, kamen aber schließlich – in geringerem Maße, sagt sie; außerdem ist die Verstopfung, die ihr ziemlich oft Probleme verursachte, völlig verschwunden. Die neue Darmflora hat offenbar Bakterien, die wissen, was mit pflanzlichen Lebensmitteln zu tun ist!

Push-ups, von 1 bis 3 Sätze von 30 Wiederholungen, gehen ohne Probleme. Ich habe sogar einmal, nach einer Pause von ca. 4-5 Jahren, eine Stunde mit dem Nachbarn Tennis gespielt. Nach den Übungen fühle ich sicher die Schulter (am nächsten Tag), aber der Schmerz ist nicht so scharf wie zuvor und scheint in den Hintergrund verschwunden zu sein.

Vorläufige Schlussfolgerung:

Lebensmittel, so ist meine persönliche Überzeugung, sind keine Arzneimittel und können meine verletzte Schulter nicht heilen. Schon, denke ich, können Pflanzennährstoffe eine entzündungshemmende Wirkung haben und deine Körperzellen besser funktionieren lassen und auch empfindlicher für Medikamente machen. Wenn du den verarbeiteten Fleischersatz und die Snacks außer Acht lasst, erhaltest du mit einer pflanzlichen Ernährung eigentlich nur gute Nährstoffe: arm an gesättigten Fettsäuren (und ungesättigte Trans-Fettsäuren), kein Cholesterin (wirklich kein, das heißt NULL!), viele Ballaststoffe, Vitamine und Mineralien. Physisch fühle ich mich gut und ich denke, dass ich alle notwendigen Nährstoffe bekomme; in der Tat, ich weiß es jetzt mit größerer Sicherheit, verglichen mit der Zeit, als ich Fleisch, Fisch und Milchprodukte in meiner Diät hatte. Außerdem habe ich mein Gewissen beschwichtigt, indem ich weniger tierische und mehr pflanzliche Produkte verzehre – es ist ein sehr gutes Gefühl, dass mein derzeitiger ‘Lifestyle‘ weit weniger Anspruch auf die Umwelt hat und zu weniger Tier Leid führt!

Diesen Blog zu schreiben, hat mich sehr erregt und bringt die Frage mit sich, warum es offenbar so schwierig war, für eine Veränderung meines ‘Lifestyle‘ offen zu sein.

Würden andere, wie ich, irgendeine Art von Anstupsen brauchen, um ein Experiment wie hier beschrieben durchzuführen? Ehrlich gesagt, kann es nicht weh tun, oder?

Hinterlasse einen Kommentar, wenn du denkst, dass du mehr Tipps brauchst.

 


 

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Häufig gestellte Frage:

Hast du genug Kalzium und Protein, wenn du keine tierischen Produkte mehr isst? Du bekommst diese Art von Fragen sehr oft, wenn du sagst, dass du vollständig pflanzlich isst. Was ich zuerst denke, aber nicht ausspreche, ist, ob der ‘fragende Karnivore‘ selbst denkst genug Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe und ungesättigte Fettsäuren zu bekommen? Und dann noch kurz über Kalzium und Proteine: es gibt tatsächlich Kalzium in Milch, und Proteine ​​kannst du bekommen aus Milchprodukten, Fleisch und Fisch – aber Kalzium und Protein kannst du auch aus pflanzlichen Quellen bekommen OHNE den Überschuss an gesättigten Fetten und Cholesterin.

Es gibt viele Bücher und Online-Publikationen zu pflanzlichen Diäten. Ich würde Ihnen gerne ein wundervolles Buch empfehlen, das ich gelesen habe, aber es wurde leider nicht ins Deutsche übersetzt. Trotzdem habe ich online zwei Deutsche vegane Foodies gefunden, Nadine und Jörg, mit sehr leckeren pflanzlichen Rezepten.

Cholesterin

Es ist nicht notwendig, Cholesterin durch die Diät zu bekommen, weil die Leber die erforderliche Menge (Baustein der Zellen und Hormonen) in deinem Körper produziert. Das Gleichgewicht zwischen dem Cholesterinspiegel in deinem Blut und dem, was deine Leber produziert, kann gestört werden, zum Teil durch deinen Lebensstil – zum Beispiel durch das Essen einer Menge gesättigter Fette; auf der andere Seite, (mehrfach) ungesättigte Fette wirken sich positiv auf dein Cholesterin aus.

In meinem dritten Blog schrieb ich über meinen kürzlichen Wechsel zu einem anderen Insulinbehandlungsplan. Der Blog endete mit meiner Frage, warum ich nach 35 Jahren als einigermaßen erfolgreicher Zuckerpatient plötzlich offen für Veränderungen war.

In diesem Blog spreche ich über eine aktuelle Änderung bezüglich Ernährung und Diät, wofür ich offenbar plötzlich offen war. Die Argumente gibt es schon lange, aber jetzt erst ‚hörte‘ ich ….

What the hell, what the health:

Und so fing es an. Meine Verlobte war für ein paar Tage weg, nach München. Es war Abend und ich sah einen Actionfilm auf Netflix zusammen mit den „Männern“, unserer Siam-Katzen und unserem Dackelmann, auf der Couch. Bier, ein paar eigentlich, Stücke von altem Käse dazu, von meinen Eltern mitgebracht, die ein paar Wochen zuvor aus den Niederlanden uns besucht hatten. Lecker!

Es muss amüsant gewesen sein, aber gewiss nicht mehr als das, weil ich jetzt nicht den Namen des Films erinnern kann. Ich weiß noch, dass ich daran gedacht hatte, noch etwas Ruhiges anzuschauen, bevor ich ins Bett ging. In meiner Netflix-Liste hatte ich einen Dokumentarfilm über Ernährung, „What the health“ gespeichert. Meine Verlobte isst schon lange Zeit kein Fleisch, und da wir zusammen sind, habe ich entschlossen weniger Fleisch und mehr Fisch zu essen. So geht das selbstverständlich.

Ich hatte erwartet, dass der Dokumentarfilm Fisch über Fleisch oder etwas Ähnliches empfehlen würde. Vielleicht hatte ich gar nicht so viel mehr erwartet, so spät in der Nacht und mit dem Bier, das ich getrunken hatte – Bier in Deutschland wird häufig in halb Liters ​​verkauft.

Nach den ersten zehn Minuten dachte ich daran, schlafen zu gehen. Zunächst schien es, dass der Doku pflanzliches/veganes Essen als Medizin promoten wollte. In den ersten Jahren meiner Karriere habe ich die möglichen Auswirkungen von Lebensmittel (Nutraceuticals) auf die Gesundheit untersucht, und ich bin überzeugt worden, dass Lebensmittel keine Arzneimittel ersetzen können.

Trotzdem schaute ich weiter. Kip Andersen und Keegan Kuhn (mit Leonardo DiCaprio, als Produzent für Netflix) versuchten uns zwei alte Themen, und ein für mich ganz neues Thema zu verkaufen.

  1. Die Tierhaltung zum Verzehr hat katastrophale Auswirkungen auf die Umwelt – davon hatte ich natürlich gehört, aber anscheinend war mir das egal;
  2. Die Tierhaltung zum Verzehr, besonders Massentierhaltung, führt zu Tier leid – das wusste ich natürlich auch; wieder habe ich nicht so viel daraus gemacht;
  3. Das Essen tierischer Produkte wäre für Menschen unnatürlich und gesundheitsschädlich, während eine pflanzliche Ernährung Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen und das Risiko von Diabetes und Krebs senken würde ….

Mehrere Amerikaner mit Beschwerden aller Art erhielten nach zwei Wochen reiner Gemüseernährung die Möglichkeit, auf ihre Medikamente zu verzichten oder die zu reduzieren.

Ich habe an diesem Abend eine SMS an meine Freundin geschickt und gesagt, dass ich für die nächsten zwei Wochen ein Experiment machen möchte … Sie sagte, sie würde mitmachen und dass sie dachte, ich wäre betrunken.

Ich frage mich immer noch, warum ich jetzt offen für diese Veränderung war, warum habe ich jetzt tatsächlich gehört, was ich vorher auch auf irgendeine Weise gewusst habe?

Ich fand ziemlich viel Filmkritiken im Internet. Positiv, aber auch negativ: Kip Andersen würde übertreiben, nur voreingenommene Ärzte sprechen lassen, usw.

Persönlich halte ich die Präsentation für sehr wichtig, um eine beeindruckende Botschaft zu vermitteln. Wenn du etwas sagen willst, ein Statement machen willst, darfst du übertreiben – meiner Meinung nach. Ich erinnere mich daran, wie ich Jamie Oliver bei einem ‘TED-Talk‘ mit einer Schubkarre Zucker auf dem Podium gesehen habe – das ist die Menge an Zucker, die Kinder in England in die Grundschule bekommen; für Amerika hatte er einen Schulbus voller Zucker. Punkt gemacht! Dann kam der Plan, wie man das ändern soll.

Auch wenn nur die Hälfte von was präsentiert war wahr ist, lohnt es sich, darauf zu achten. Ich erkenne jetzt, dass jedes der drei Themen Grund genug ist, der Konsum von Produkten tierischen Ursprungs zu vermindern und pflanzlichen Ursprungs zu erhöhen: weniger tierisch und mehr pflanzlich!

Warum höre ich jetzt erst?

Es ist ein sehr interessantes und wichtiges, aber auch ein bisschen trauriges Thema zum Nachdenken. Weil ich, und mit mir die meisten Leute, willen eigentlich jeden Tag Tierfleisch oder Tierischen Produkte konsumieren – mit dem besten Geschmack, günstig gepreist – gibt es mehr und mehr Megastallen, mit genetisch identischen Tieren (alle haben den gleichen Vater). Die Tiere produzieren alle Produkte des gleichen Geschmacks, sind aber gleichermaßen anfällig für Krankheiten. Und diese können wieder auf Menschen überspringen (Beispiele dafür sind AIDS, Q-Fieber und Gehirnentzündung).

Ich habe ehrlich gesagt nie Tieraktivisten wie Marianne Thieme zugehört. Sie ist die Leiterin der politischen ‘Partei für die Tiere‘ in den Niederlanden, vergleichbar mit der ‘Partei Mensch Umwelt Tierschutz‘ in Deutschland. In Vorbereitung dieses Blogs habe ich ihr Programm gelesen, und sehe, dass sie die ersten beiden Themen fachmännisch beschreibt. Warum habe ich nie zugehört? Vielleicht spricht der Name, Partei für die Tiere, mir nicht an – es ist an erster Stelle die Umwelt (und die Gesundheit) der Menschen die erheblich verbessern wird, wenn wir für den Konsum weniger Tiere halten. Weniger Entwaldung (derzeit 80% Abholzung Amazon Wald), weniger Treibhausgase/CO2-Emissionen (jetzt 15% von Viehwirtschaft), weniger Antibiotika- und Drogenkonsum, weniger resistenten Bakterien/Viren, weniger Wasserverbrauch (jetzt ein Viertel der weltweiten Wassernutzung für Vieh), weniger Umweltverschmutzung Salz und frisches Wasser, … alles gut für uns, Menschen. „Party für die Menschen“, Marianne Thieme?

Warum ich jetzt erst nach meinem fünfzigsten daran denke, und die Konsequenzen ziehe und auf mich nehme, ist doch etwas Besonderes. Es muss das dritte Thema sein, tierische Produkte wären nicht gesund, das näher am Herzen ist, sich um meine Gesundheit handelt, mein Diabetes beeinflussen kann, …. ein egoistisches Motiv, eigentlich! Natürlich weiß ich, dass man, um eine Änderung herbeizuführen, tatsächlich eine individuelle Nachricht pro Person/Gruppe kommunizieren müsste, die diese Person/Gruppe berührt oder anspricht. Das Auflisten von Zahlen zu CO2-Emissionen und Hektar von abgeholztem Amazonas-Regenwald als Folge der Tierhaltung funktionierte offenbar zunächst nicht für mich. Kip Andersen mit der „What the health“ -Dokumentation und zumindest einigen übertriebenen gesundheitlichen Effekten, gelang es mir, über „mehr pflanzlich und weniger tierisch“ nachzudenken.

Im nächsten Blog werde ich über mein zweiwöchige ‚Lyfestyle-Change-Experiment‘ berichten und meine Erfahrungen teilen, um nicht Tierische, sondern nur pflanzliche Produkte zu essen.


 

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Kip Andersen und Keegan Kuhn machten zwei Dokumentationen, die zu dem oben genannten Blog führten: Cowspiracy und What the health.

Diese WTH (What the Health) Rezension von vegpool  und auch die von Ilja (Filmmagazin) habe ich gerne gelesen, um dies in die richtige Perspektive zu bringen.

Der Film hat viel Kritik bekommen, dass er übertrieben wird und dass nur Figuren verwendet werden, die in die vegane Straße passen. Zum Beispiel wird gesagt, dass 51% der weltweiten CO2-Emissionen aus der Tierindustrie stammen. Allgemeiner Konsens ist, dass dies 15% ist: auch sehr viel!! Beängstigend viel, eigentlich.

In meinem zweiten Blog habe ich über einige meiner persönlichen Erinnerungen an die 35 Jahre geschrieben, in denen ich eine Insulinmischung aus kurz- und langwirkendem Insulin verwendet habe. Eine kürzlich geschehene Wende wird in diesem dritten Blog beschrieben. Der Wechsel zu einem anderen Insulinbehandlungsplan und zu einem anderen Ess- und Lebensstil.

Immer noch ein moderner Diabetiker nach meinem fünfzigsten

Als ich Ende 2017 (als geborener Niederländer) von Österreich nach Deutschland zog, musste ich einen Hausarzt suchen, der mir Rezepte für meine Medikamente Novomix und Candesartan (Blutdrucksenker), Nadeln und Teststreifen verschreiben könnte. Ehrlich gesagt, wurde ich für relativ kurze Zeit von einem Internisten zum Zeitpunkt der Diagnose von Diabetes behandelt. Aber nach dem ersten Umzug (weg von meinem Geburtsort) suchte und fand ich immer Hausärzte für HbA1c-Untersuchungen und für das Ausstellen von Rezepte. In meinen früheren Blogs habe ich beschrieben, wie ich jahrelang auf einer disziplinierten Basis mit zwei täglichen Injektionen von gemischtem Insulin mit sechs Mahlzeiten pro Tag lebte. Meine fünfunddreißig Jahre habe ich so weitergeführt, während ich mich über mögliche neue Entwicklungen in der Behandlung von Diabetes nur spärlich auf dem Laufenden gehalten habe. In Wien hatte ich eine Diabetikerin in meinem Team, die meiner Meinung nach sehr oft ihren Blutzucker testete und genauso oft eine zusätzliche Spritze nutzte. Sie aß einfach den Kuchen, den ein anderer Kollege für das Team mitgebracht hatte, während ich, wie ich es gewöhnt war, sehr freundlich bedankte.

Die Assistentin des Hausarztes, die ich in Deutschland vorhatte (in der gleichen Straße – schön und leicht!) sagte, dass der Arzt keine weiteren Patienten akzeptierte. Ich wollte mich nicht so schnell wegschicken lassen und begann darüber zu reden, wie schwer es ist, sich zu orientieren, wenn man gerade umgezogen ist und wie wichtig es ist, einen Arzt zu finden. Sie begann sich zu entschuldigen und sagte, dass die Praxis auf Patienten mit Diabetes spezialisiert ist, … Bingo! Sagte ich. Und vielleicht fiel mir etwas Widerstreben auf, aber sie durfte keine Zuckerpatienten zurückweisen, und ich hatte zum ersten Mal seit langer Zeit einen Termin bei einem Diabetesspezialisten.

Zwei Wochen später, mit den Briefen meines österreichischen Hausarztes in meiner Tasche (eine Liste der HbA1c-Werte und der Medikamente, die ich verwende), wurde ich zuerst von einer Krankenschwester befragt und untersucht. Mögliche Nervenschäden wurden untersucht, indem eine Feder unter meinen Füßen gekitzelt wurde: gut! HbA1c wurde auf der Stelle mit Blut aus dem Finger bestimmt – ich war immer daran gewöhnt, ein Röhrchen dafür zu geben, das dann zur Analyse ins Labor ging. Der Wert betrug 5,8%. Sehr gut! Gewicht 88 kg – auch okay mit meiner 1,94 m Länge. Blutdruck war, trotz meiner Medikamente (Candesartan) auf der hohen Seite: 160/110. Ich hatte an diesem Morgen eine nervige Unterhaltung mit meinem Vorgesetzten; nach einigen Wochen hatte ich leider schon gemerkt, dass die Unternehmenskultur nicht die war, die ich mir vorgestellt hatte – vielleicht hatte das etwas damit zu tun.

Beim Arzt wurde ich nach meinem Messgerät (OneTouchVario) gefragt, das er an seinen Computer anschloss. Er sah hauptsächlich relativ hohe und relativ niedrige Werte – ich versuchte zu erklären, dass ich nicht regelmäßig gemessen hatte, sondern nur, wenn ich dachte, dass ich hohe oder niedrige Befunde hatte. Er schlug vor, Tageskurven zu machen, das heißt alle zwei Stunden Messungen zu machen und notieren wie viele Broteinheiten ich tagsüber aß. Er beteiligte sich auch an einer neuen Insulineinstellung, denn es sei nicht mehr zeitmäßig, nur gemischtes Insulin zu verwenden.

Nach zwei Wochen zurück zum Arzt: die Tageskurven sahen ziemlich gut aus, wo ich auch die Mahlzeiten notiert hatte, umgerechnet zu Zahl BE’s (Broteinheiten: 1 BE = 10 Gramm Kohlenhydrate). Es gab einige niedrige Blutzuckerwerte dazwischen, und er kam zu dem Schluss, dass ich mehr (zu) niedrige Werte hätte, wenn ich nicht extra gegessen hätte – ich sagte, dass ich seit 35 Jahren daran gewöhnt war, Zwischen-Mahlzeiten zu essen. Meine persönliche Lektion war, dass das regelmäßige Messen meines Blutzuckers mir half, niedrige Blutzuckerwerte zu verhindern; ich war mit dem Arzt soweit einverstanden, dass ich dafür das „Instrument“ Essen benutzte. Er erklärte, dass, obwohl ich ein relativ gut angepasster Diabetiker war, heutzutage Diabetiker eher auf zwei Arten von Insulin eingestellt sind. Eine Injektion mit lang wirkendem Insulin und mehrere kurz wirkende Injektionen je nachdem, wie oft und was du esst. Er wollte, dass ich darüber nachdachte (er hatte wahrscheinlich einen Kurs über Änderungsmanagement gelesen), aber ich stimmte sofort zu. Das einzige, was ich vorschlug, war, damit anzufangen, wenn ich meine Glukose kontinuierlich überwachen könnte, ohne ständig Fingerstechen machen zu müssen; ich hatte den FreeStyleLibre-Sensor von Abbott ein Jahr zuvor auf eigene Kosten ausprobiert. Ich hatte immer noch den Leser, und ich schlug vor ein paar Sensoren für dieses Experiment zu bestellen. Und so ging es.

Als die FreeStyleLibre-Sensoren zur Verfügung standen, verschrieb der Arzt Toujeo als lang wirkendes Insulin und als kurz wirkendes Fiasp. Wir hatten eine Diskussion über die Injektion von Toujeo, weil der Arzt vorschlug, dies immer zur gleichen Zeit im Bauch zu tun. Meine Vorliebe ist es, dies morgens im oberen Bein zu tun; wir haben zugestimmt. Ich würde die Fiasp-Injektionen in die Bauchhaut tun. Er schrieb auch Nadeln, viel kürzer als die 8 mm, die ich gewöhnt war. Injektionen mit 4 mm Nadeln kannst du einfach senkrecht in deine Haut tun, während ich früher, eine Falte griff um die 8 mm Nadel diagonal zu spritzen – und mit einem Wattebausch beim Herausziehen. Wow, das würde ich mich umstellen!

Die Veränderung war und ist riesig! Ich hatte von Anfang an einen Plan vom Arzt bekommen. Eine feste Dosis von Toujeo und verschiedene Dosen von Fiasp abhängig von was er den Broteinheitenfaktor (BEF) nannte. In den ersten zwei Wochen habe ich mithilfe der FreestyleLibre Messungen recht ziemlich viel Korrektur Injektionen getan, aber mit den, für mich neuen 4 mm Nadeln war das kein Problem.

Der Dosis Toujeo habe ich letztendlich gemeistert nachdem eine Morgeninjektion von 14 Einheiten meinen Blutzuckerspiegel Tag und Nacht konstant hielt ohne zu essen oder Korrektur-Einheiten zu spritzen. Von 6 Mahlzeiten habe ich auf 3 Mahlzeiten umgestellt, die ich nicht mehr zu festen Zeiten einplanen muss. Abhängig vom Blutzuckerwert mache ich eine Injektion mit Fiasp; wenn es zwischen 5 und 8 mmol/l ist, dann mache ich keine Korrektur und spritze eine Einheit für jede Broteinheit, die ich esse; dieser so genannte BEF kann für jeden unterschiedlich sein und kann auch über den Tag variieren. Bei > 8 gebe ich eine Korrekturdosis hinzu, um den Wert auf 7 zu reduzieren: eine Einheit, um den Wert 2 mmol/l zu reduzieren. Zum Beispiel, wenn ich für das Mittagessen fünf Sandwiches essen will und das Messgerät gibt einen Wert von 11 mmol/l – dann kurz rechnen: der Wert soll 4 mmol/l senken um den Blutzuckerspiegel von 11 zu 7 mmol/l zu bringen, wozu ich zwei Einheiten brauche; für 5 Sandwiches benötige ich, mit meinem BEF (1), 5 Einheiten: deswegen spritze ich für diese Mahlzeit 7 Einheiten.

Was ein Unterschied: früher, bei einem Blutzucker von 11 aß ich gerade nicht.

Wenn das Messgerät einen Wert von unter 5 anzeigt, fange ich zuerst an zu essen bevor ich nach etwa 10 Minuten Fiasp spritze.

Um sofort nach 35 Jahren als disziplinierter Diabetiker um zu stellen von Mischinsulin nach einmal tägliche Injektion von lang wirkenden Insulin und mehreren Mahlzeiten-abhängigen Injektionen mit kurz wirkendem Insulin, war eine Riesenveränderung. Wegen der neuen kleinen Nadeln ist das Unbehagen bei Mehrfachinjektionen eher gering. Es gibt mir absolut mehr Freiheit – besonders das Verschwinden der Notwendigkeit, in regelmäßigen Abständen essen zu müssen, ist „befreiend“. Auch das Prinzip, dass ich kann essen, was ich will und wie viel (aus Zucker/Kohlenhydrate Perspektive) sehe ich als Vorteil – wenn ich will, kann ich freilich meinen Fiasp Pen verwenden und ein Stück Kuchen essen.

Als ich eher nach meinen Essgewohnheiten gefragt bin (ich habe immer eine Tüte Brot zur Arbeit mitgenommen – ohne Aufstrich natürlich) habe ich immer gesagt, dass ich während des Tages aß um meinen Blutzucker im Griff zu halten und dass ich abends für das leckere Essen motiviert war. Jetzt freue ich mich auch auf das Mittagessen!

Im „früheren“ Leben habe ich, neben den normalen HbA1c-Befunden, nach meinem Gefühl und sporadischen Fingerstichen meinen Diabetes kontrolliert, indem ich Zucker/Kohlehydraten als Hilfsmittel aß oder gerade nicht. Wie gesagt, meine beiden neuen Insulinarten haben in kurzer Zeit zu einem Lifestyle-Wechsel geführt. Dieser Lebensstil der letzten Monate hat mich zu einer Art süchtig nach der kontinuierlichen Messung meines Blutzuckerwertes gemacht. Ich weiß ehrlich nicht, wie ich das ohne FreeStyleLibre hätte machen können. Also habe ich durch die konstanten Messungen gelernt, dass ich gelegentlich zu wenig Fiasp spritzte – ein neuer Pen spritzte zuerst etwas Luft, bevor das Insulin kam; dass bestimmte sportliche Aktivitäten in der Nacht und sogar am Tag danach noch fanatisch auf meine Muskeln wirkten und meine Glukosewerte auf 2-3 mmol/l senkten; und so gibt es weitere Beispiele für die möglichen Auswirkungen auf deinem Blutzucker durch kontinuierlich Monitoring.

In den Niederlanden, werden CGM (Continuous Glucose Monitoring) Geräte nicht erstattet, so dass du an häufige Finger Stiche oder Selbst-zahlung CGM Kosten gebunden bist. Wie gesagt, ich lebe derzeit in Deutschland und meine Krankenkasse ersetzt die FreeStyleLibre Sensoren.

Zum Schluss:

Bei meiner Arbeit, aber auch in meinem Privatleben, ist das Management von Veränderungen eine faszinierende Tätigkeit. Den Menschen bewusst machen, dass die Veränderung keinen negativen, sondern einen positiven Effekt haben wird. Und auch das Folgende Schritt-für-Schritt Prozess die Veränderung tatsächlich zu implementieren.

Aber warum, frage ich mich, bin ich nur so spät zugänglich geworden mein Insulinschema wie in diesem Blog beschrieben, zu ändern? Warum habe ich es nicht vor dieser Zeit gehört, oder nicht hören wollen?

Diese Frage ist auch von zentraler Bedeutung für eine meiner nächsten Blogs, eine plötzliche Veränderung in meinem Lyfestyle bezüglich Ernährung.

 


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Toujeo

Dies ist ein lang wirkendes Insulin, glargin, (Sanofi ist der Hersteller), das für 24-30 Stunden in den Körper langsam und kontinuierlich abgegeben wird, und eine so genannte Steady-state versorgt.

Fiasp

Fiasp von Hersteller Novo Nordisk, wird auch ein Mahlzeit Insulin genannt, und kann gerade vor oder 20 Minuten nach dem Start einer Mahlzeit gespritzt werden. Die Spitzenaktivität liegt zwischen 1 und 3 Stunden nach der Injektion und das Insulin wird nach 3-5 Stunden ausgearbeitet. Fiasp = Fastacting insulin aspart (NovoRapid).

Candesartan:

Angiotensin-2-Antagonisten-Inhibitor, der zur Entspannung und Erweiterung der Blutgefäße führt; es stimuliert auch Natrium (Küchensalz), um über den Urin eliminiert zu werden. Beide helfen, den Blutdruck zu senken.

In meinem ersten Blog schrieb ich über meine persönlichen Erinnerungen an die Zeit kurz vor und nach der Diagnose von Diabetes, und welche Veränderungen das mit sich brachte. In diesem zweiten Blog enthalte ich Erinnerungen an einige Perioden, nach denen sich mein Lebensstil, ‘my Lifestyle‘, durch Diabetes verändert hat.

Konservative Einstellung mit gemischtem Insulin erfordert Disziplin

Gewiss nach den aktuellen Standards, war ich konservativ mit einem gemischten Insulin, Novomix 30 eingestellt. Eine Injektion zum Frühstück und die zweite zum Abendessen. Drei Hauptmahlzeiten und drei Zwischenmahlzeiten. Ich weiß nicht, ob ich vor meiner Diagnose diszipliniert war, aber ich habe es immer geschafft, mich an den Zeitplan der beiden Injektionen und 6 Mahlzeiten am Tag zu halten; ich habe nie eine Injektion oder Mahlzeit ausgelassen. Das bedeutete, dass ich oft Essen ablehnte, wenn zum Beispiel etwas zu feiern war; dass ich auch oft etwas zu essen hatte, wenn niemand anders es tat, nur weil es Zeit für meine Zwischenmahlzeit war, oder weil mein Blutzucker senkte.

Dass ein anderes Schema auch Vorteile haben kann, zum Beispiel lang wirkendes Insulin jeden Tag zu verwenden und kurz wirkendes Insulin zu injizieren, wenn du etwas essen wolltest, habe ich erst viel später realisiert.

Mehr dazu in den folgenden Blogs.

In den ersten 35 Jahren war mein Lebensstil ziemlich altmodisch, als Diabetiker meine ich dann. Der Schwerpunkt lag auf der Vermeidung von hohen Blutzuckerwerten, dem Verzehr von Süßigkeiten und der Begrenzung von Kohlenhydraten. Ein niedriger Blutzucker, zum Beispiel 3 mmol/l, fand ich ein besseres Ergebnis als ein relativ höher von zum Beispiel 12. Ein niedriger Blutzucker gab mir die Chance, endlich etwas Süßes zu essen, wie einen Marsch oder ein Sandwich mit Sirup.

Zuhause war und ist meine Mutter die Königin des Apfelkuchens – wirklich lecker, besonders wenn er gerade aus dem Ofen kommt! Für mich wurde vor einem Jahr ein ganzer Apfelkuchen ohne Zucker, aber mit Süßstoff (der in Pulverform ist am besten für heiße Gerichte geeignet, während die flüssige Süßstoff für kalte Gerichte gedacht ist) hergestellt. Immer noch schreit der Rest der Familie, wenn wir im Elternhaus etwas zu feiern haben, wenn die Apfelkuchen angeschaut werden, dass es nicht fair ist, dass mein Stück viel größer ist. Ich bin mir sicher, dass sie es nicht so gemeint haben … oder?

In den ersten Jahren meines Diabetes erhielt ich die Empfehlung: Blutzuckerwerte> 3 und <10, aber mein jetziger Arzt (in Deutschland) nennt jeden Wert unter 4 mmol/l eine Unterzuckerung. Im Internet habe ich vergeblich versucht, etwas über die ehemalige ‘>3 und <10 Kampagne‘ zu lesen. Nichts mehr zu finden. Obwohl ich meinen Blutzucker nicht oft geprüft habe, ist mein HbA1c alle 3-4 Monate im Labor ziemlich treu getestet worden. Das waren fast immer rund 6% (für Menschen ohne Diabetes liegt der Wert bei 4-6%, bei Diabetikern wird <7% nachgestrebt), und sagte mir, dass im Durchschnitt in den letzten zwei bis drei Monaten mein Blutzuckerspiegel innerhalb der Zielwerte war. Das klang wirklich gut, aber es ist durchaus möglich, dass die relativ guten Werte durch viele/langwierige niedrige Werte verursacht wurden („Sie unterzuckern“, sagt mein jetziger Arzt). Um das herauszufinden, hätte ich für einen Tag mehr Kurven machen sollen und, zum Beispiel, alle zwei Stunden Blutzucker prüfen – siehe nächsten Blog.

Sport und Jo-Jo-Effekt

Zum Zeitpunkt meiner Diagnose war ich ein ziemlich fanatischer Tennisspieler; in meinem ersten Blog kann man lesen, dass ich auch zuhause angefangen hatte zu trainieren, weil ich so dünn geworden war.

Als ich anfangen hatte Insulin zu spritzen, fuhr ich fort, Tennis zu spielen, und habe ich, dazu, angefangen mehr zu trainieren in Fitness Studio und flogen die Kilos von 59 kg auf 90. Außerdem entschied ich mich auch für Basketball und Hockey, was der Durchschnitt der Sportaktivitäten auf 4-5 pro Woche bracht. Nicht nur weil ich es wirklich genossen habe, sondern auch weil du viel Energie/Zucker verbrennst, mit der du deinen Blutzucker senken kannst.

Das hat mich mehrmals in Schwierigkeiten gebracht. Als junger Mann konnte ich immer noch gut mit niedrigen Blutzucker um 3 mmol/l funktionieren; wenn der niedrige Blutzuckerspiegel länger anhielt, schien ich zum Autopiloten zu wechseln und funktionierte in einer Art traumähnlicher Realität. Gelegentlich habe ich es zu bunt gemacht, für meinen Körper dann, bei allen sportlichen Aktivitäten. Als ich als Post-Doktorand am MD Anderson Cancer Institute in Houston, Texas, arbeitete, war ich fast jede Nacht auf dem Campus mit Medizinstudenten um Basketball zu spielen. Es passierte ein paar Mal, dass ich, nachdem ich zum Schlafen nach Hause gekommen war, im Krankenwagen aufwachte. Was auch immer ich aß und trank während und nach den sportlichen Aktivitäten, die Muskeln verlangten anscheinend immer mehr nach Zucker aus dem Blut und verursachte Hypoglykämie, was dazu führte, dass die Blutspiegel für einen längeren Zeitraum unter 2 mmol/l lagen.

Nicht wirklich nett! Sicher nicht für meine Lieben. Als ich nach einer Glucagon-Injektion im Krankenwagen aufwachte, kam sofort das Schuldgefühl auf. Ich hätte öfter meinen Blutzucker testen sollen, hätte mehr essen sollen, hätte meiner Frau und Kindern nicht einen Schrecken anjagen sollen…

Das Leben mit Diabetes hat mich nie behindert, als ich privat oder für die Arbeit reiste. Im Fall von Transatlantikflügen nach Amerika, blieb ich so lange wie möglich mit meinen beide NovoMix Injektionen auf der europäischen Zeitzone und injizierte zusätzliche Insulin bevor dem amerikanischen Abendessen. Um die Anzahl der Einheiten extra zu berechnen, habe ich Folgendes getan. Die Gesamtzahl der Einheiten Insulin teilte ich mit 24 Stunden, die mir die Anzahl der Einheiten pro Stunde gab – mit einer Differenz von 8 Stunden (die Westküste von Amerika läuft 8 Stunden hinter) spritzte ich zusätzlich 8-mal die pro-Stunde Anzahl. Auf dem Rückweg spritzte ich weniger Einheiten. Hat eigentlich immer ohne zu viele Probleme funktioniert.

Mit dem Wissen von jetzt …

Wenn du einen aktiven Lebensstil hast, viel reist und/oder viel Sport machst, ist es nützlich, eine Insulinbehandlung zu haben, die passt und flexibel ist. Obwohl all diesen Jahren ich es geschafft habe diesen Lebensstil mit Mischinsulin durch zu führen, denke ich im Nachhinein dass es einfacher gewesen wäre, früher in einem Behandlungsschema mit einem separaten langwirksamen und kurzwirksamen Insulin zu bewegen.


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Novomix 30

Novomix 30 ist ein gemischtes Insulin, von dem 30% eine schnell wirkende Form und 70% eine lang wirkende Form sind. Das Insulin wird aktiv nach 10-20 Minuten, und die kurz wirkendes Insulin hat einen Peak zwischen 1 und 4 Stunden, während die lang wirkenden etwa 24 St. Aktiv ist (steady state).

Hypoglykämie

Man spricht von Hypoglykämie, wenn der Blutzuckerspiegel unter 3,8 mmol/l ist. Die Symptome und ihr Ausmaß können von Person zu Person variieren. Da dein Körper versucht den Blutzuckerspiegel zu erhöhen, kannst du anfangen zu schwingen und zu schwitzen. Das Beste ist, wenn du immer noch dazu fähig bist, schnell wirkenden (einfachen) Zucker wie Dextro Energy zu nehmen. Es gibt Glukose/Traubenzucker-Tabletten, die du leicht mitnehmen kannst – schwieriger in der Tasche mit zu tragen, aber die sogenannten energiereichen Sportgetränke sind wohl so effektiv. Wenn Essen oder Trinken nicht mehr erfolgreich ist, kann Glucagon injiziert werden. Glucagon ist ein Hormon, das über das Blut auf die Leber wirkt, um Glukose in den Blutkreislauf zu bringen.

HbA1c

Rote Blutzellen sorgen für den Transport von Sauerstoff in deinem Blut, mit dem roten Farbstoff Hämoglobin (Hb); Während ihres 3-monatigen Lebens absorbiert „Hb“ Zucker: Je höher der Blutzucker, desto mehr Zucker ist gebunden und desto höher ist der Wert von HbA1c.

In diesem Blog führe ich dich in die Zeit meines Lebens als ich mit 15 Jahren Diabetes diagnostiziert wurde. Das ist schon 35 Jahre her, aber es ist ein Moment in meinem Leben, in dem ich mich noch an bestimmte Details erinnern kann. Merkwürdigerweise, eines der ersten Dinge, die ich mich erinnere ist dass das Roland Garros Tennisturnier los war und dass ich das Endspiel aus dem Krankenhaus im Fernsehen angeschaut habe: Mats Wilander, der Schwede gewann durch Guillermo Vilas, Vorläufer Argentinien von dem Spanier Rafael Nadal. Vilas bemerkte mich hauptsächlich wegen seiner Hingabe – er trainierte durchschnittlich 6 Stunden am Tag und es war interessant zu sehen, dass der linke Arm, sein Tennisarm, doppelt so dick war wie sein rechter Arm.

Ich weiß nicht, was das sagt, wie mir diese Veränderung des Lebensstils mitgeteilt wurde, aber ich habe offensichtlich die Diagnose gehört und die wichtigen Dinge im Leben fortgesetzt – mit 15 Jahren musste Tennis eines dieser Dinge gewesen sein.

Was waren die Anzeichen von Diabetes?

Wenn ich an diese Zeit zurückdenke, bekomme ich den Geschmack der Soda Bitter Lemon in meinem Mund. Durst und urinieren. Gleichzeitig. Und oft, sehr oft. Zu der Zeit lebte ich, wie die meisten 15-Jährigen, zu Hause bei meinen Eltern, zusammen mit meinen Brüdern und meiner Schwester. Neben der Toilette befand sich im Erdgeschoss ein Vorratsschrank, in dem die Limonadenflaschen aufbewahrt wurden. Nachts, manchmal auch zweimal in der Nacht, ging ich nach unten, um eine Flasche Bitter Lemon zu holen. Dann ging ich auf die Toilette, um zu pinkeln, mit der Flasche an meinem Mund. Was für ein unglaublicher Durst!

Zweites Signal: „Würdest du nicht ein bisschen mehr trainieren?“ Gut gemeinte Bemerkungen von Eltern und Brüdern, die meinen Körper anschauten, dass trotz eines einigermaßen sportlichen Lebens ziemlich dünn war. Meine älteren Brüder hatten bereits einige Fitnessinstrumente, wie Zugfedern und Handhaken, und ich bekam eine Biegefeder, um die Muskeln zu stärken.

Trotzdem habe ich abgenommen und irgendwann habe ich 59 kg gewogen. Das ist nicht viel für einen 15-Jährigen mit einer Länge von 1,94 Metern. Der sogenannte Body-Mass-Index (BMI) von 15,7 (Gewicht dividiert durch (Länge mal Länge) in kg / (m*m)) zeigte tatsächlich Untergewicht.

Ein Arztbesuch wurde schnell vereinbart, wo ein Bluttest zeigte, dass mein Blutzucker viel zu hoch war. Ein Termin wurde mit einem befreundeten Internisten gemacht und von da an war ich ein Zuckerpatient.

Ich wurde für eine Woche ins Krankenhaus eingeliefert und erhielt in kurzer Zeit eine Menge Informationen. Üben mit Injektionen auf einer Orange, Bluttests für alle Arten von Tests und natürlich Fingerstiche, um Blutzucker zu messen; es waren die 80er Jahre und zu der Zeit wurden Dreiecksnadeln verwendet, die gemein peinlich waren und tatsächlich eine Scheibe in deinem Finger hervorbrachten. Zum Augenarzt, zum Ernährungsberater, und vielleicht habe ich schon mehr Ärzte gesehen, aber daran erinnere ich mich nicht mehr. Mir wurde gesagt, immer wieder, dass der Mangel oder das Fehlen von Insulin nicht nur verursachte, dass die Zellen kein Zucker mehr (und nicht die Energie für die richtige Zelle und Körperfunktion) aufnehmen können, es würde auf längere Sicht alle Arten Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System haben. Nette Nachrichten. Nicht! Besonders für meine Eltern. Weil ich als 15-Jähriger dachte, es sei in Ordnung. Ein Jugendlicher schaut oft nicht weiter als ein paar Stunden voraus. Diese ganze Aufmerksamkeit war in erster Linie auch nett.

In der zweiten Instanz bekommst du auch viel Aufmerksamkeit, auf die dich als junger Mann nicht warten. Jeder kennt jemanden mit Diabetes. Meine Lehrerin Französisch sagte, sie hat auch einen Onkel, der 90 Jahre alt ist: „Du kannst damit alt werden“. Ich wollte das überhaupt nicht hören und dachte nicht daran, dass ich nicht alt werden könnte! Oder Geschichten über Amputationen wegen schlechter Durchblutung. Oder mein erster Besuch in einer Gruppe von Menschen von DVN (Diabetes Verein Niederlanden): es hat unbedingt gut gemeinten Ratschlag gegeben, aber ich erinnere mich nur noch, dass jeder Brille trug mit sehr dickem Marmeladenglas.

Ich selbst dachte, es sei alles ganz einfach: dasselbe Leben wie vorher, nur keine Süßigkeiten essen, Kohlenhydrate zählen und das fehlende Protein (Insulin) injizieren. Mach weiter so, wie es war, auf und neben der Schule. Für die Außenwelt habe ich einen großen Lebensstilwechsel erlebt. Ich selbst war mir dessen nicht so bewusst, und ich fuhr ruhig weiter in die Pubertät.

Change-Managementplan

In der Geschäftswelt habe ich viele Veränderungen erlebt und auch viele als Manager durchgeführt, zum Beispiel um Prozesse zu verbessern, bestimmte interne Positionen durch externe zu ersetzen, neue Verfahren zu verwenden und so weiter. Bevor eine solche Änderung vorgenommen wird, wird eine detaillierte Kommunikation und ein Schritt-für-Schritt-Plan erstellt. Der Grund für den ‘change‘ und was dies für die Organisation und für den Einzelnen bedeutet. Vor allem letzteres ist ein heißes Thema für die Betroffenen, und der Manager kann etwas von der Spannung wegnehmen, indem er sagt, dass es in Ordnung ist, zuerst Angst vor der Veränderung zu haben. Dass die Änderungen neben großen Vorteilen auch mögliche Nachteile mit sich bringen. Oder angeben, wie es mit anderen Unternehmen und Menschen lief.

Ich glaube nicht, dass zu meiner Zeit bei meiner Diabetesdiagnose ein detaillierter Change-Management-Plan verwendet wurde.

Ich finde es interessant, jetzt darüber nachzudenken; etwa über die Vor- und Nachteile der krankheitsbedingten Veränderungen. Der größte Nachteil ist natürlich, dass du kein Insulin mehr produzierst und dass, wenn du deine Zellen und Organe funktionsfähig halten wollest, du das Protein täglich injizieren müsst. Mit rund 35 Jahren Diabetes hinter mir, sehe ich auch die Vorteile, die dieser Lebensstilwechsel mit sich bringt: ein Fokus auf gesundes Leben mit meinen Blutzuckerspiegeln als Druckmittel: regelmäßiges und gutes Essen mit wenig Zucker und Fett, regelmäßig bewegen.

Ich werde euch in meinem nächsten Blog mehr darüber erzählen.


 

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Insulin

„Man vermisst es nur, wenn es nicht mehr da ist“ gilt auch für Zuckerkrankheit oder Diabetes, bei denen man Insulin vermisst. Wenn du überhaupt kein Insulin produzierst, wird dein Diabetes auch Diabetes (Mellitus) Typ 1 genannt; Wenn deine Körperzellen gegenüber dem von dir produzierten Insulin unempfindlich geworden sind, wird dein Diabetes auch als Diabetes (Mellitus) Typ 2 bezeichnet.

Insulin ist ein Hormon, das von der Bauchspeicheldrüse produziert wird und ins Blut abgegeben wird (eigentlich durch eine Gruppe von Zellen, die zur Bauchspeicheldrüse (Langerhans-Inseln) gehören). Hormone sind aktive Signalstoffe/Proteine, die über den Blutkreislauf die Körperzellen erreichen.

Es ist notwendig, dass Körperzellen Zucker als Brennstoff aufnehmen. Ohne Zucker kann keine Energie produziert werden und die Körperzellen können nicht wachsen oder funktionieren. Insulin wird normalerweise freigesetzt, wenn dein Blutzuckerspiegel ansteigt – dies bedeutet, dass viele sogenannte einfache Zucker (Glukose) in deinem Blut landen, zum Beispiel nach dem Trinken von zuckerhaltigen Erfrischungsgetränken; ein Sandwich enthält mehrere Zucker (Kohlenhydrate), die zuerst in einfache Zucker zerlegt werden, bevor sie deinen Blutzucker erhöhen können. Das von der Bauchspeicheldrüse abgesonderte Insulin stimuliert den Transport von Zucker (Glukose) aus dem Blut in die Körperzellen und hemmt den Abbau von Fetten und Mehrfachzuckern.

Wenn du keinen Diabetes hast, ist dein Blutzuckerspiegel konstant, etwa 5 mmol/l oder 90 mg/ml. Mit dem Verlust von Insulin steigt die Zuckerkonzentration in deinem Blut, deine Körperzellen bekommen keine Glukose und Energie mehr, der Abbau von Fetten und Glykogen wird nicht mehr gehemmt. Du wirst müde; du wirst auch viel trinken und pinkeln, weil die Nieren extra Urin produzieren, um zu versuchen, den überschüssigen Zucker in deinem Blut abzulassen. Dein Körper schreit nach Energie und fängt an, alles zu verbrennen, beginnend mit Fett, aber dann verlierst du auch Muskelmasse. Du isst tatsächlich deinen eigenen Körper und nimmst so Gewicht ab.

Von den Ländern, in denen ich gelebt habe, wird der Blutzuckerwert in den Niederlanden und in Ostdeutschland in mmol/l angegeben, während die Einheit mg/ml in den USA, Westdeutschland und Österreich verwendet wird. Glucose ist ein einzelner Zucker und besteht aus 6 Kohlenstoff-, 12 Wasserstoff- und 6 Sauerstoffatomen (C6H12O6). 1 Mol Glucose wiegt 180 Gramm, wobei ein Mol eine sehr große Zahl ist, die oft verwendet wird, um die Menge einer Substanz anzuzeigen; ähnlich einem Dutzend (12) zeigt ein Mol 6,02214 × 1023 Partikel / Moleküle an. Ein Millimol, mmol, bedeutet ein Tausendstel Mol (10-3 Mol).

Zu beachten ist, dass 1 mmol/l Glucose 18 mg/ml Glucose entspricht; der Normalwert von 5 mmol/l entspricht daher 90 mg/ml.